Weltkongress zum Grundeinkommen: Ergebnisse und Ausblick des 14. BIEN-Kongresses

Pressemitteilung, 16. September 2012

Vom 14. bis zum 16.09. 2012 fand in Ottobrunn der 14. Internationale BIEN (Basic Income Earth Network)-Kongress mit über 150 ReferentInnen aus 29 Ländern und mit insgesamt 450 TeilnehmerInnen statt. Das Thema des Kongresses lautete: "Wege zum Grundeinkommen".
 
Die Grundeinkommensbewegung wird breiter – aber auch die Themen, die im Zusammenhang mit dem Grundeinkommen diskutiert werden. Beispielweise findet der Zusammenhang zwischen dem Grundeinkommen und der notwendigen Senkung des Naturressourcenverbrauchs oder Genderaspekte des Grundeinkommens immer mehr Aufmerksamkeit. Insbesondere wurde die Grundeinkommensbewegung mit den Fragen der ökonomischen Krise durch die VertreterInnen aus den anderen EU-Ländern konfrontiert. In diesen Diskussionen spielt das Grundeinkommen als ein Lösungsansatz eine zentrale Rolle.            
 
Die Debatte über Wege zum Grundeinkommen wird immer vielfältiger, denn die vorgeschlagenen Ansätze orientieren sich stärker an den jeweiligen politischen und gesellschaftlichen Situationen – der Weg zum Grundeinkommen in den Ländern Afrikas oder in Asien wird ein anderer sein, als in Europa. Diese differenziertere Sicht bringt uns in der Umsetzung weiter. Das zeigen die vielfältigen Grundeinkommensprojekte in verschiedenen Ländern der Welt, die auf dem Kongress vorgestellt wurden.        
 
Bemerkenswert für den Kongress war, dass WissenschaftlerInnen und AktivistInnen der Grundeinkommensbewegung enger zusammenarbeiten. Dadurch wird der Diskurs zum Grundeinkommen differenzierter, Argumente werden durch wissenschaftliche Erkenntnisse untermauert. Aber auch aus der Praxis heraus werden neue Fragen für den wissenschaftlichen Diskurs aufgeworfen.     
 
Auch für Deutschland wird das Grundeinkommen mit der Debatte um die Bewältigung der Krise immer wichtiger. Mit den Erkenntnissen des Kongresses werden wir das Thema Grundeinkommen gemeinsam mit PartnerInnen aus den anderen sozialen Bewegungen auf die politische Agenda setzen. Keine politische Partei wird mehr an dem Thema Grundeinkommen vorbeikommen. Das Netzwerk Grundeinkommen wird unter anderem die Parteivorsitzenden zu einem Dialog über die Wege zum Grundeinkommen einladen. Mit der Aktion „Grundeinkommen ist wählbar“ werden wir allen KandidatInnen für den Bundestag die Möglichkeit geben, sich zum Grundeinkommen zu positionieren.
 
Während des Kongresses wurden auf grundeinkommen.de und auf bien2012.de laufend Berichte zum Kongressgeschehen veröffentlicht, die gern von den Medien genutzt werden können.
 
AnsprechpartnerInnen des Netzwerks Grundeinkommen, dem offiziellen Veranstalter des BIEN-Kongresses, sind:
 
V.i.S.d.P.: Ronald Blaschke, + 49 177 89 41 473blaschke@grundeinkommen.de, c/o Netzwerk Grundeinkommen,www.grundeinkommen.de